Turm am Rabenberg -

Havran (880 m)

           

im November 2009

           

(Fotos und Text: Herbert Kraus,
Text 2001: Bernhard Neumann, hier)

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Wanderungen "ins Böhmische" - nach Tschechien - bergen immer wieder spannende Erlebnisse. 

Manchmal sind es besondere Naturschauspiele, 

manchmal - wie hier beschrieben - von Menschenhand geschaffene Bauwerke, die beeindrucken.

         

             

Bereits 2001 sprach man davon, den Turm auf dem Rabenberg (Havran) "als gefahrlos zu erklimmendes Aussichtsplateau" auszubauen und somit ein attraktives Ausflugsziel zu schaffen. Geschehen ist allerdings bis heute (November 2009) nichts. Beeindruckend ist die Bauruine dennoch und einen Abstecher wert.

     

         

Die Wanderung auf den "Gipfel" des Havran stellt sich als wenig beschwerlich dar. 

               

              

Von der Silberhütte aus gelangt man über den Grenzübergang am Kreuzstein auf einem gut  begehbaren Weg 

(zunächst in Richtung Goldbachhütte, später an der Gabelung abzweigend) 

      

        

zum ehemaligen militärischen Sperrgebiet mit dem "markanten Bauwerk". 

              

          

Eine Besteigung des Turms scheint aufgrund der offensichtlichen Baufälligkeit nicht ratsam.

             

                 

           

    

     

           

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Turm am Rabenberg als Aussichtsplateau

 

(Bernhard Neumann, 18.2.2001)

         

                    

Freude und fast schon ungläubiges Staunen löste eine Nachricht von Richard Schedl in der Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Waldvereins aus. Der desolate Turm am Rabenberg (CR) soll wieder genutzt werden – auch für touristische Zwecke.

Bis zu Beginn der 90-er Jahre diente das markante Bauwerk auf tschechischem Gebiet für militärische Zwecke. Genaues war in der Öffentlichkeit nicht bekannt, vermutet wurden aber Abhöranlagen. Mit der Grenzöffnung gaben die zuständigen Stellen den Betrieb auf. Plünderer fielen über den Turm her und nahmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest war.

Als der Übergang am Kreuzstein zur Verfügung stand, entwickelte sich der einige Kilometer weiter südlich gelegene Rabenberg zu einem beliebten Ausflugsziel. Zahlreiche Wanderer ließen es sich nicht entgehen, das ehemalige Sperrgebiet zu inspizieren. Nur wenige Mutige wagten aber den Aufstieg auf die Ruine um von oben aus den Blick weit hinein ins Böhmische und in die Oberpfalz zu genießen.

Seit langem lag es Richard Schedl am Herzen, den Turm als gefahrlos zu erklimmendes Aussichtsplateau nutzen zu können. Völlig unerwartet geht sein Wunsch jetzt offensichtlich in Erfüllung. Am Rande der Sitzung einer deutsch-tschechischen Arbeitsgruppe berichtete Bürgermeister Uhlik aus Lesna (CR) von bevorstehenden Arbeiten.

Geplant sei ein Ausbau, wobei zu den vorhandenen sieben Stockwerken sogar zwei weitere Etagen hinzu kommen würden. Als Grund für die Maßnahme nannte Uhlik die Einrichtung eines Flugleitsystems für die NATO. Geschaffen werde auch eine Aussichtsplattform für Besucher. Ein Gastronomiebetrieb komme allerdings nicht in Betracht.

Aus Sicht des Oberpfälzer Waldvereins stufte Vorsitzender Helmut Erndt die Pläne als wichtigen Beitrag für die gesamte Region ein. Eine solche Attraktion komme dem Tourismus sehr entgegen. Noch dazu sei der Rabenberg vom Kreuzstein aus auf einem gut ausgebauten Wanderweg zu erreichen.

 

          

     

           

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